Die Sebnitzer Seidenblume - ein deutsches Kunsthandwerk
Als im 19. Jahrhundert künstliche Blumen durch die sich entwickelnde Modeindustrie, das Schmücken von Kirchen, Altären und Gräbern immer mehr an Bedeutung gewann, kam die
Blumenkunst von Böhmen nach Sachsen und damit nach Sebnitz. Diese Blumen wurden bis 1834 größtenteils von dort importiert, dann aber trat Sachsen dem Deutschen Zollverein bei. Durch den hohen Zoll, der auf böhmische Waren erhoben wurde, verteuerten sich die Blumen immens. Daraufhin verlagerten die Fabrikanten ihre Produktion in das an der böhmisch-sächsischen Grenze liegende Sebnitz. In der Blütezeit der Kunstblumenindustrie kamen etwa 90% der Weltmarktproduktion von künstlichen Blumen aus Sebnitz.
Die gesamte Kunstblumenindustrie wurde 1972 verstaatlicht und unter dem Namen VEB Kunstblume Sebnitz zusammengeführt. 4000 Mitarbeiter hatte die Firma zeitweilig. In dieser Zeit wurden künstliche Blumen für das sozialistische Ausland aber auch für die nichtsozialistischen Länder hergestellt. Für Aufträge aus den letzteren Ländern gab es Devisen, was natürlich wichtig für den Staat war. Für die Auftraggeber waren es hochwertige Waren zu günstigen Preisen. Nach den betriebswirtschaftlichen Regeln des Kapitalismus wurde die Herstellung der Kunstblumen von Hand nach dem Mauerfall als unrentabel eingestuft. Der Betrieb wurde durch die Treuhand komplett abgewickelt. Die Massenproduktion wird mittlerweile in China abgewickelt – jedoch die Qualität kann man größtenteils nicht mit der Sebnitzer Blume vergleichen.
Heute werden künstliche Blumen in Sebnitz nur noch von einer kleinen Manufaktur in traditioneller Handarbeit gefertigt.
In unserem Shop sind diese klar mit dem Sigel des Blumenmädchens gekennzeichnet.
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Die echte Sebnitzer Seidenblume entsteht heute, wie schon gesagt, in einer kleinen Manufaktur, die auch gleichzeitig eine Schauwerkstatt & Blumenschau ist. Besuchen Sie die "Deutsche Kunstblume Sebnitz" und erleben dabei, wie eine Blume aus allen Einzelteilen gefertigt wird. Adresse und Öffnungszeiten erfahren Sie hier.
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Quellen: Manfred Schober, sebnitz-web.de, Helmar Frey, wir danken dafür.












